Omnibusverkehr Hildenbrand Gruibingen

Historie

1901

Die genauen Anfänge unseres Unternehmens lassen sich nicht mehr genau datieren. Vermutlich kurz nach der Jahrhundertwende gründete der 1868 geborene Jakob Hildenbrand ein Fuhrunternehmen.

1925

kaufte Jakob Hildenbrand den ersten Magirus Lastkraftwagen und transportierte nun regelmäßig neben Fracht auch Personen von Boll über Bezgenriet und Jebenhausen nach Göppingen. Durch den Anschluss von Boll an die Bahnlinie im Jahre 1926 wurde dem Unternehmen nach rund 25 Jahren die Existenzgrundlage entzogen.

1928

genehmigte das Württembergische Innenministerium den Erwerb eines 35 Personen fassenden Kraftomnibusses. Gleichzeitig wurde in Gruibingen eine Omnibusgarage gebaut.

1929

Bereits ein Jahr später wurde ein weiterer Magirus-Omnibus angeschafft. Gleichzeitig musste sich Jakob Hildenbrand gegen die Genehmigung einer zusätzlichen Kraftfahrlinie zur Güterbeförderung auf der Strecke Auendorf – Gammelshausen – Heiningen – Göppingen erwehren, welche eine zusätzliche Konkurrenz für sein Unternehmen bedeuten würde. Hintergrund war auch, dass die erteilte Genehmigung nur noch bis zum 30. Juni 1929 lief und verlängert werden musste. Dieser wurde am 2. November 1929 befristet bis zum 31. März 1930 genehmigt, da sich die Einrichtung der Kraftpostlinie weiter verzögerte.

1936

übernahm dass der Sohn des Firmengründers, Ernst Hildenbrand, die Stellung seines Vaters im Unternehmen. Er baute den Omnibusbetrieb zielstrebig aus, vergrößerte den Fahrzeugpark auf 5 Omnibusse und begann Ausflugsfahrten anzubieten.

1937

wurde der Firmensitz nach Gruibingen verlegt. Im selben Jahr wurde zusammen mit Kollegen aus dem Kreis Göppingen ein Reisebüro in Göppingen eröffnet. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkriegs wurden 1939 Ernst Hildenbrand sowie zwei Omnibusse von der Wehrmacht eingezogen. Seine Ehefrau Paula leitete den Betrieb währenddessen weiter.

1945

hatte der Weltkrieg die wirtschaftliche Existenz des Omnibusunternehmens zunichtegemacht: ein Omnibus war bei einem Fliegerangriff zerstört worden, die verbliebenen zwei Busse wurden bei Kriegsende requiriert. Um den Linienverkehr wieder aufzunehmen, kaufte Ernst Hildenbrand ein ausgebranntes Fahrzeug, welches er in mühevoller Arbeit herrichtete. Nach Überwindung der Nachkriegsjahre 1945 bis 1948 ging es dann im Zuge des „Wirtschaftswunders“ wieder bergauf.

1950

waren bereits 8 Busse mit einer Laufleistung von ca. 280.000 Kilometern im Einsatz. Die große Nachfrage nach Beförderungsleistungen machte den Einsatz von zwei Anhängern erforderlich; gleichzeitig wurde die Linie Gosbach – Hohenstadt eröffnet. Zum 1. Januar 1952 wurde die bisherige Hildenbrand & Krapf GbR in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt. Alleiniger Komplementär wurde Ernst Hildenbrand, Eugen Kraft wurde Kommanditist. Die folgenden Jahre waren von einem ständigen Zuwachs an Fahrgästen im Linien- und Gelegenheitsverkehr geprägt.

1957

Im Jahr 1957 erlag Ernst Hildenbrand, 49-jährig, einer schweren Krankheit. Nun lag es an seiner Frau Paula Hildenbrand, den Betrieb mit elf männlichen Mitarbeitern weiterzuführen. Durch unermüdlichen Einsatz und mit starkem Durchsetzungsvermögen gelang ihr dies in bewundernswerter Weise. 1964 wurde die Omnibusgarage erweitert sowie eine Werkstatt und Sozialräume eingerichtet.

1967

Zum 31. Dezember 1967 schieden die Erben des Eugen Krapf aus der Hildenbrand & Krapf KG aus und das Unternehmen wurde als Einzelfirma von Paula Hildenbrand fortgeführt.

1981

Am 22. Mai 1981 wurde die Einzelfirma Paula Hildenbrand in die Hildenbrand GmbH umgewandelt. Im gleichen Jahr übernahm mit Werner Hildenbrand, Ursula Maier und Isolde Hildenbrand die dritte Generation das Steuer des Unternehmens.

1983

Der sich immer mehr ausbreitende Individualverkehr erforderte in den achtziger Jahren die Schaffung attraktiver Verkehrsverbindungen, um möglichst Abwandlungen vom Personennahverkehr zu verhindert. Aufgrund dessen schlossen sich die Unternehmen Omnibusverkehr Göppingen (OVG), Frank & Stöckle Hattenhofen, und Hildenbrand im Jahre 1983 zur Nahverkehrsgesellschaft Göppingen GmbH (NVG) zusammen.

1990

Um den Verkehr im Landkreis Göppingen noch attraktiver zu gestalten, schloss sich in einem zweiten Schritt die Nahverkehrsgesellschaft Göppingen mit der Nahverkehrsgesellschaft Geislingen am 1. Januar 1990 zur Verkehrsgemeinschaft Stauferkreis (VGS) zusammen.

1998

Nachdem das Volumen des öffentlichen Linienverkehrs in den letzten Jahren stetig gestiegen war, erwies sich das Betriebsgelände als nicht mehr ausreichend. Im Jahre 1998 wurde daher mit dem Bau eines neuen Betriebshofs mit Verwaltungstrakt begonnen, welche im Juli 1999 eingeweiht werden konnte.

2008

Zum 1. Juli 2008 übernahmen wir die damalige Firma Omnibusverkehr Geislingen Emil Sihler GmbH & Co. KG und gründeten die eigenständige Firma Sihler GmbH Omnibusverkehr (www.ov-sihler.de).

2011

Zum 01.01.2011 wurde aus dem damaligen Zusammenschluss aller Busunternehmen im Landkreis Göppingen, der VGS, ein vollwertiger Tarifverbund mit Beteiligung der Deutschen Bahn: die Filsland Mobilitätsverbund GmbH. Als Gesellschafter der Filsland Mobilitätsverbund GmbH benötigt Sie seither zur Benutzung unserer Linienbusse nur noch einen Fahrschein für alle Busse und Bahnen im Landkreis Göppingen.

Heute

Heute sind wir als Familienbetrieb mit unserem Firmensitz in Gruibingen im Linienverkehr und Gelegenheitsverkehr im Landkreis Göppingen tätig. Innerhalb des Filsland Mobilitätsverbundes betreiben wir den Verkehr auf den Buslinien 3, 31, 32, 33, 35 und 984.

Aktuell umfasst unser Unternehmen ca. 30 Mitarbeiter sowie ein Fuhrpark von 15 Linienbussen und 2 Reisebussen.